Stellungnahme zum K&S Projekt

Hänigsen 5. Februar 2018

Auf seiner Sitzung Ende Januar 2018 hat sich der Vorstand ausführlich mit der von K+S geplanten Abdeckung der Wathlinger Salzhalde mit Bauschutt beschäftigt. Im Fokus standen dabei die durch die geplante Verkehrsführung der Transporte über den Steindamm und die daraus resultierenden Konsequenzen für uns als Betreiber des Freibades.
Wir als Vorstand verstehen uns auch hier als Vertreter der mehr als 1400 Mitglieder in der Genossenschaft. Wir sind in der Pflicht, deren Anliegen aufzunehmen, zu prüfen und in unser Handeln zu integrieren. Als Verantwortliche für den wirtschaftlichen Erfolg der eG, für einen sicheren und störungsfreien Badbetrieb und für den dauerhaften Fortbestand des Freibades sehen wir das K+S Projekt mit seiner geschätzten Dauer von ca. 20 Jahren und seinem hohen Störungs- und Gefährdungspotential für den Betrieb des Bades bzw. für unsere Besucher als extrem kritische Belastung.

Wir haben in den 5 Sommermonaten einen häufig hochfrequentierten Badebetrieb mit weit über tausend Badegästen, auch an Wochentagen. Nahezu 100 % der Besucher kommen und gehen über den Steindamm. Bei rund 50.000 Besuchern pro Jahr sprechen wir von 100.000 Überquerungen, also 2 Millionen über die geplante Dauer der Maßnahme. Der Badebetrieb läuft i.d.R. von 6:00 Uhr morgens bis 21:00 Uhr abends, liegt also voll in der An-und Abfahrtszeit des zusätzlichen Lastverkehrs von K+S. Besonders gefährdet sind vor allem die zahlreichen Kinder, die ohne Begleitung das Bad besuchen und den Steindamm überqueren oder befahren müssen. Hinzu kommen die Schulklassen und Kindergartengruppen, die das Bad regelmäßig besuchen. Aber auch für unsere vielen älteren Gäste ergäbe sich ein deutlich höheres Gefährdungspotential, insbesondere dann, wenn die Mobilität und das Reaktions-vermögen nicht mehr vollumfänglich gegeben sind.

Die geplante Verkehrsführung würde besonders die Gäste beeinträchtigen, die mit PKW, Fahrrad oder anderen Fahrzeugen kommen. Es kommt bereits heute häufig zu Staubildungen und Beinaheunfällen während der Abreise über den Steindamm oder die Wathlinger-Straße.

Der Vorstand der Freibad Hänigsen eG fordert vor diesem Hintergrund dringend den bisherigen Projektansatz aufzugeben und den bereits vorliegenden Vorschlag der alternativen Verkehrsführung über den Röhndamm zu verfolgen und zu realisieren.

Um unserer Forderung zum Erfolg zu verhelfen, bittet der Vorstand der Freibad Hänigsen eG alle Mitglieder um aktive Unterstützung. Wir rufen Euch auf Stellung zu beziehen. Welche Möglichkeiten es dazu gibt, findet Ihr u. a. auf www.hänigsen-sagt-nein.de Und einen Termin solltet Ihr unbedingt wahrnehmen: Am 14. Februar findet in der Hänigser Grundschule die nächste Ortsratssitzung statt, bei der die Verkehrsführung auf der Tagesordnung steht.

Kooperationspartner

NaturEnergie Kuhlenberg
Köttermann GmbH
Licht Linien Simone Bürger
Ferter Textildruck
Kunstspirale
Friesen Hänigsen