Stellungnahme zum K&S Projekt

Hänigsen 18. Februar 2018

Über den von der CDU in den politischen Prozess eingebrachten Vorschlag der Verkehrsführung über die Kalibantrasse wurde in der Sitzung des Ortsrates Hänigsen (14.02.) und im Verkehrsausschuss der Gemeinde Uetze (15.02.) abgestimmt. Mit unterschiedlichem Ausgang: Ortsrat spricht sich dagegen aus, Verkehrsausschuss dafür.

Aus unserer Sicht widerspricht die Forderung eines Prüfauftrages zur Verkehrsführung über die Kalibahntrasse keineswegs der Grundsatzforderung nach Versatz der Halde in das Grubengebäude. Es geht darum zu klären, ob der Transport per LKW über die Bahntrasse realisierbar wäre und wenn ja, unter welchen Rahmenbedingungen.

Wird die Halde in das Grubengebäude versetzt, entfällt der immense Transportverkehr über 25 Jahre. Wer wollte das nicht? Wenn dies jedoch nicht geschieht, müssen alle möglichen alternativen Verkehrskonzepte transparent und kompetent untersucht auf dem Tisch liegen, um sofort die beste Alternative in die Verhandlung einzubringen.

Ob die Verkehrsführung über den Bahndamm zu realisieren ist, wird offensichtlich kontrovers, je nach politischem Standort, Interessenlage oder der persönlichen Einschätzung, diskutiert. Eine neutrale, geprüfte Beurteilung der Machbarkeit liegt nicht vor. Die Freibadgenossenschaft unterstützt daher die Prüfung dieses Konzeptes. Es ist bei der Dimension des Projektes und den zu erwartenden folgenschweren Auswirkungen klug, alle nur denkbaren und von Parteien und Bürgern vorgebrachten Alternativen zu diskutieren und zu überprüfen. Darum drängen und vertrauen wir darauf, dass dem Antrag auf Erteilung eines Prüfauftrages bei den noch ausstehenden Sitzungen des Verwaltungsausschußes und des Gemeinderates mehrheitlich zugestimmt wird.
HÄNIGSEN 5. Februar 2018

Auf seiner Sitzung Ende Januar 2018 hat sich der Vorstand ausführlich mit der von K+S geplanten Abdeckung der Wathlinger Salzhalde mit Bauschutt beschäftigt. Im Fokus standen dabei die durch die geplante Verkehrsführung der Transporte über den Steindamm und die daraus resultierenden Konsequenzen für uns als Betreiber des Freibades. Wir als Vorstand verstehen uns auch hier als Vertreter der mehr als 1400 Mitglieder in der Genossenschaft. Wir sind in der Pflicht, deren Anliegen aufzunehmen, zu prüfen und in unser Handeln zu integrieren. Als Verantwortliche für den wirtschaftlichen Erfolg der eG, für einen sicheren und störungsfreien Badbetrieb und für den dauerhaften Fortbestand des Freibades sehen wir das K+S Projekt mit seiner geschätzten Dauer von ca. 20 Jahren und seinem hohen Störungs- und Gefährdungspotential für den Betrieb des Bades bzw. für unsere Besucher als extrem kritische Belastung.

Wir haben in den 5 Sommermonaten einen häufig hochfrequentierten Badebetrieb mit weit über tausend Badegästen, auch an Wochentagen. Nahezu 100 % der Besucher kommen und gehen über den Steindamm. Bei rund 50.000 Besuchern pro Jahr sprechen wir von 100.000 Überquerungen, also 2 Millionen über die geplante Dauer der Maßnahme. Der Badebetrieb läuft i.d.R. von 6:00 Uhr morgens bis 21:00 Uhr abends, liegt also voll in der An-und Abfahrtszeit des zusätzlichen Lastverkehrs von K+S. Besonders gefährdet sind vor allem die zahlreichen Kinder, die ohne Begleitung das Bad besuchen und den Steindamm überqueren oder befahren müssen. Hinzu kommen die Schulklassen und Kindergartengruppen, die das Bad regelmäßig besuchen. Aber auch für unsere vielen älteren Gäste ergäbe sich ein deutlich höheres Gefährdungspotential, insbesondere dann, wenn die Mobilität und das Reaktions-vermögen nicht mehr vollumfänglich gegeben sind.

Die geplante Verkehrsführung würde besonders die Gäste beeinträchtigen, die mit PKW, Fahrrad oder anderen Fahrzeugen kommen. Es kommt bereits heute häufig zu Staubildungen und Beinaheunfällen während der Abreise über den Steindamm oder die Wathlinger-Straße.

Der Vorstand der Freibad Hänigsen eG fordert vor diesem Hintergrund dringend den bisherigen Projektansatz aufzugeben und den bereits vorliegenden Vorschlag der alternativen Verkehrsführung über den Röhndamm zu verfolgen und zu realisieren.

Um unserer Forderung zum Erfolg zu verhelfen, bittet der Vorstand der Freibad Hänigsen eG alle Mitglieder um aktive Unterstützung. Wir rufen Euch auf Stellung zu beziehen. Welche Möglichkeiten es dazu gibt, findet Ihr u. a. auf www.hänigsen-sagt-nein.de Und einen Termin solltet Ihr unbedingt wahrnehmen: Am 14. Februar findet in der Hänigser Grundschule die nächste Ortsratssitzung statt, bei der die Verkehrsführung auf der Tagesordnung steht.

Kooperationspartner

NaturEnergie Kuhlenberg
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Licht Linien Simone Bürger
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Friesen Hänigsen